Darmsanierung/Ernährungsberatung

Mit 400 – 500 qm Oberfläche stellt der Darm die größte Kontaktfläche zur Außenwelt dar. Besiedelt ist diese Schleimhautfläche mit hunderten von Bakterienarten, die bei der Verdauung helfen, die Darmschleimhaut ernähren und pflegen sowie wichtige Schutzfunktionen gegenüber der Umwelt und Immunsystem übernehmen. Jeder Mensch hat dabei eine ganz individuelle Zusammensetzung dieser Bakterien. Diese sind miteinander vernetzt, tauschen Gene aus oder ergänzen sich mit Stoffwechselprozessen. 

Störungen der Verdauungsfunktionen, oder des Immunsystems führen zu einer Veränderung dieser Bakteriensymbiose - auch Darmflora oder Mikrobiom genannt. Eine Antibiotikabehandlung schädigt die Darmflora in der Regel, ebenso auch Umweltgifte. Wird die Ernährung geändert, ändert sich auch die Zusammensetzung der Darmflora innerhalb weniger Tage. Ausserdem wird sie von den Bakterien in unserer Umgebung beeinflusst, wie auch durch Hormone, Nervenimpulse (Stess), Säuregrad, Durchblutung und andere Körpereigenschaften.

In den letzten Jahren ist die Forschung über das Mikrobiom im Darm intensiviert worden. Wie welche Bakterien mit den verschiedenen Krankheiten zusammenhängen, wird die Forschung der kommenden Jahre noch zeigen. 

Ein Lebewesen ohne Darmflora ist unter normalen Lebensbedingungen nicht lebensfähig. Bei der Geburt eines Babys kommt der Darm das erste Mal mit grossen Mengen von Bakterien aus Umgebung in Berührung. Diese stammen natürlicherweise aus der Vagina und etwas Stuhl (der normalerweise bei der Geburt abgeht). Dies ist auch der Grund warum Schwangeren eine Darmsanierung empfohlen wird. Das Stillen wirkt sich dann besonders günstig auf die Ausildung einer gesunden Darmflora des Neugeborenen aus.

Unsere Verdauung ist dierekt mit Gefühlen verbunden, nicht nur durch das Wohlgefühl einer guten Mahlzeit. Die Nervenverbindungen die für die Abläufe im Darm zuständig sind nennt man das autonome Nervensystem (oder auch Bauchgehirn). Dabei gehen wesentlich mehr Verbindungen vom Bauch zum Gehirn als umgekehrt. Damit bekommt das Wort Bauchgefühl eine ganz neue Bedeutung. Zur gesunden Nervenfunktion wird beispielsweise Vitamin B12 und Folsäure benötigt, beides wird mithilfe von Darmbakterien im Darm gebildet. Auch alle Nervenbotenstoffe (man kennt bis jetzt 25 verschiedene Transmittersubstanzen) kommen entweder dierekt oder als Bausteine aus unserer Nahrung, nur mithilfe eines intakten Mikrobiom klappt die ausreichende Bereitstellung. Bei Serotoninmangel treten gedämpfte Stimmung bis hin zu Depression, Angst Unzufriedenheit und Gereiztheit auf. Zur Bildung von Serotonin wird die Aminosäure Tryptophan benötigt, diese kann der Körper aber nur aus einer fuktionierenden (Eiweiss)Verdauung bereitstellen. Eine unvollständige Eiweissverdauung, besonders von Getreide und Milcheiweiss, soll auch Substanzen freisetzen die wie Opiate im Körper wirken. Bei einer entzündeteten Darmschleimhaut geraten besonders viele dieser Substanzen ins Blut und können zu Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und ADHS beitragen.

Auch bei Übergewicht spielt die Darmflora wohl eine Rolle. 3 Effekte werden diskutiert:

1. Bakterien die aus unverdaulichen Kohlehydraten (=Ballaststoffe) Energie für den Körper gewinnen.

2. Bakterien die subklinische Entzündungen hervorrufen und damit ein Fetteinlagerung fördern.

3. Bakterien die Heisshungerattaken auslösen sollen.

Desweiteren diskutiert man eine zu geringe Vielfalt von Darmbakterien, sowie Darmzellen die zuwenig sättigende Hormone produzieren.

Entzündungen spielen auch bei Herz- Kreislauferkrankungen eine Rolle. Es gibt noch ein Vielzahl von Erkrankungen bei denen eine Beteidigung des Darms diskutiert wird: A wie Autoimmunkrankheiten bis Zwie Zuckerkrankheit. Da ja die gesamte Körperversorgung über die Verdauung läuft und diese auch über ein eigenes Immunsysstem verfügt wundert das natürlich nicht. 

Weitere Gründe für eine Darmsanierung können Verdauungsbeschwerden, Darmerkrankungen oder Allergien sein. Auch Haut- und Schleimhauterkrankungen können, ebenso wie Parodontose, günstig beeinflusst werden.

Ablauf einer Darmsanierung:

Nach einer ausführlichen Anamnese wird  eine Stuhlprobe verschickt, diese wird in einem Speziallabor untersucht.  Aus den Ergebnissen dieser Untersuchung ergibt sich die Therapie. Beantwortet werden z. B. folgende Fragen:

  • Stehen genügend Verdauungssäfte zur Verfügung?
  • Welche Leitkeime sind in welcher Anzahl vorhanden?
  • Gibt es Keime die Gifte bilden?
  • Ist die Verdauung vollständig?
  • Gibt es Hinweise auf eine Entzündung im Darm?
  • Wie gut arbeitet das Darmimmunsystem und andere Fragen.
Meist bessert auch eine Ernährungsumstellung Beschwerden, deshalb gehört eine Ernährungsberatung basiert auf die Laborergebnisse zur Behandlung.

Eine Totalentleerung (Abführmittel oder Kolon-Hydrotherapie) stellt einen massiven Eingriff ins System dar und sollte daher vermieden werden.

Kosten:

Eine Darmsanierung kostet 90 €, zusätzlich fallen noch die Kosten fürs Labor (ca. 108 €) und Medikamentenkosten für die Therapie an. Möglicherweise sind auch weiterführende Laboruntersuchungen erforderlich.  


Darmsanierung mit Bach Nosoden.

Dr. E. Bach entdeckte in seiner Eigenschaft als Mikrobiologe an einer homöopathischen Klinik einige Darmbakteriengruppen die bei Allen vorkommen, aber bei chronisch Erkrankten auffällige Keimzahlen aufwiesen. Aus Diesen bereitete er homöopathische Medikamente, sogenannte Bach-Nosoden bei deren Einnahme es nicht nur zur Linderung, sondern oft sogar zu vollständigen Heilung der Beschwerden kam. 

Werden keine Nosoden gefunden, kann mit anderen naturheilkundlichen Methoden der Darm wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.